Candida-Arten sind Hefepilze, die in geringer Abundanz zur transienten intestinalen Begleitflora zählen können. Die Ausbreitung wird begünstigt durch reduzierte Kolonisationsresistenz, verändertes Substratangebot, Antibiotikagabe oder eine geschwächte mukosale Abwehr.
Ein erhöhter Nachweis ist unspezifisch und beweist keine Infektion. Klinische Relevanz entsteht vor allem dann, wenn gleichzeitig eine Dysbiose mit Zunahme opportunistischer Gruppen vorliegt (E3-Marker) oder wenn Schutznetzwerke reduziert sind, insbesondere D2-Marker. Sekretorisches IgA hilft bei der Einordnung, ob eher Antigenstress oder eine abgeschwächte mukosale Abwehr im Vordergrund steht.
Schimmelpilze gelangen über Nahrung, Umweltkontakt oder transienter Passage in den Gastrointestinaltrakt und sind daher im Stuhlbefund häufig nicht gleichbedeutend mit einer intestinalen Kolonisation. Ein isolierter Nachweis ist meist unspezifisch. Die Einordnung erfolgt zusammen mit Barriere- und Entzündungsmarkern: Bei gleichzeitig erhöhtem Calprotectin oder erhöhten E3-Markern ist eher an eine aktive Belastung zu denken. Bei unauffälligen Entzündungsparametern liegt eher eine transiente Passage vor.
Dieser hefeähnliche Pilz kann im Darmtrakt transient auftreten oder Teil einer opportunistischen Begleitflora sein. Sein Nachweis wird von Ernährung, Transit und Kolonisationsresistenz beeinflusst. Der Marker ist vor allem bei gleichzeitiger Dysbiose und Störung der Darmbarriere relevant, als Kombination aus niedrigem sekretorischem IgA oder hoher Antigenlast mit erhöhten E3- und erniedrigten D2-Markern.